2009: Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation
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Innovation ist in den letzten Jahren zum Schlagwort geworden und doch ist kaum jemandem klar, was genau damit gemeint ist. Wer zurückschaut, sieht, dass sich zudem die Bedeutung im Laufe der Zeit ändert. Daher sind meine Überlegungen dazu auch nicht mehr als eine Annäherung.
Innovation und Innovationsfähigkeit sehe ich aber auf jeden Fall als Schlüssel bei der Bewältigung des "Strukturwandels", der "Globalisierung", des Übergangs zum "Informationszeitalter", zur "Wissensgesellschaft", "Dienstleistungsgesellschaft" oder was sonst an Bezeichnungen für die aktuellen grundlegenden Veränderungen verwendet wird. Alle Begriffe berühren wichtige Aspekte der Entwicklung und sind doch nur als eine Art Arbeitstitel zu sehen, da niemand so genau weiß, wie die "postindustriellen Arbeits- und Lebensformen" sich auf Dauer gestalten werden. In gewisser Weise ist es (noch?) eine Glaubensfrage, ob man die Veränderungen für eine Revolution hält, wie sie bisher nur alle 200 bis 500 Jahre vorkam. Bereits jetzt ist aber zu sehen, dass sich ALLES ändert: die Arbeit und Arbeitsorganisation, das Verhältnis von Arbeit und Leben, von Arbeit und Lernen, von Leben und Lernen.
Aber es verändert sich noch mehr, z.B. die Geschlechterverhältnisse. Es gibt eine Wechselwirkung zwischen den gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Transformationsprozessen und den Geschlechterverhältnissen, die einerseits den Wandel beeinflussen, andererseits Produkt des Wandels sind. Das industriegesellschaftliche „Normalarbeitsverhältnis“ beruhte wesentlich auf einer klaren geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, die jetzt zerbricht. Die gegenwärtigen Umbrüche in Arbeit und Beschäftigung bieten Chancen für den Wandel der Geschlechterverhältnisse, allerdings wandelt sich die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung nicht von alleine – es sind auch „Eigenleistungen der Subjekte“ und entsprechende Rahmenbedingungen nötig. (Kahlert/Kajatin 2004 Arbeit und Vernetzung im Informationszeitalter)
Die EU und andere Mitgliedsstaaten bewegen sich längst in Richtung auf einen neuen Geschlechtervertrag jenseits des konservativen „Ernährermodells“ bzw. der Hausfrauenehe. Dies ist einer von mehreren Gründen, die mich seit 15 Jahren zur Mitarbeit in europäischen Programmen und Netzwerken bewegen. Aber für Aktivitäten zur Förderung der europäischen Integration gibt es natürlich noch viel mehr gute Gründe...Leider ist die Zusammenarbeit in Europa aber nicht immer einfach, die Vielfalt der Kulturen führt zu Missverständnissen und viele transnationale Projekte scheitern oder erreichen ihre Ziele nicht wirklich. Diese Erfahrungen führten bei mir zum Erkennen der Bedeutung von interkultureller Kommunikation Kompetenz.
pro Innovation heißt also für mich, die Veränderungen mitzugestalten mit dem Ziel einer zukunftsfähigen aber auch gerechteren Gesellschaft. Gender Mainstreaming ist DIE Innovation in der Gleichstellungspolitik - Innovationsfähigkeit beinhaltet auch Genderkompetenz und interkulturelle Kompetenz – diese zu fördern ist mein Anliegen.
Alle diese Themen finden Sie in meinen Angeboten & Praxisbeispielen wieder und wenn Sie sich näher interessieren, werfen Sie doch einen Blick auf die Publikationen/Downloads.
Nous constatons des changements très importants et rapides - vers une société de l'information et de la communication. Tout va changer: le travail et l'organisation du travail, la relation entre le temps de travail et le temps de loisirs, entre la vie et l'apprentissage, entre l'apprentissage et le travail. Il faudra faire un effort en mobilité et flexibilité mais aussi avoir un esprit critique. proInnovation se veut être un facilitateur de la diffusion de cet état d'esprit et un formateur aux capacités pour y faire face.
„Europa muss seine Kreativität und Innovationsfähigkeit sowohl aus sozialen als auch aus wirtschaftlichen Gründen steigern.“
„Für die Welt von heute stehen bessere Nutzung von Wissen und rasche Innovation im Vordergrund. Benötigt wird daher eine breitere Kreativitätsbasis, die die gesamte Bevölkerung einbezieht. Insbesondere besteht Bedarf an Fähigkeiten und Kompetenzen, die die Menschen in die Lage versetzen, Wandel als Chance anzunehmen und offen zu sein für neue Ideen in einer kulturell vielfältigen, wissensbasierten Gesellschaft. Allgemeine und berufliche Bildung spielen dabei eine entscheidende Rolle.“
Vorschlag der Europäischen Kommission vom 28.03.2008 für eine ENTSCHEIDUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation (2009)
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