Als Antwort kann man die Definition der EU Kommission heranziehen. Daraus geht zunächst hervor, dass das Ziel von Gender Mainstreaming die Gleichstellung von Frauen und Männern ist (und nicht „nur“ die Berücksichtigung von Bedürfnissen und Interessen von Frauen und Männern).
Gender Mainstreaming ist also eine Strategie zur Erreichung dieses Ziels. Diese Strategie wird in der Definition noch näher beschrieben, in dem gesagt wird, dass alle Maßnahmen im Hinblick auf ihre (unterschiedliche) Wirkung auf die Lebenssituation von Männern und Frauen zu untersuchen sind – und dass sie „überdacht“ werden müssen, wenn sie nicht hinreichend zur Gleichstellung beitragen.
Wichtig ist, dass die Bewertung der Wirkung von Maßnahmen nicht nur nach deren Abschluss vorgenommen werden soll, sondern bereits in der Planungsphase, aber auch in allen anderen Phasen, also auch während der Durchführung.
Was so einfach und logisch klingt, ist in der Praxis oft nicht ganz so mühelos zu realisieren. Für die Planung eines ESF Projektes z.B. heißt es, dass Sie die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Frauen und Männern Ihrer Zielgruppen am regionalen Arbeitsmarkt kennen müssen, um die Wirkung der geplanten Maßnahme schon in der Planungsphase abschätzen zu können. Die Ziele Ihres Projektes müssen mit den gleichstellungspolitischen Zielen des ESF im Einklang stehen und hinreichend operationalisiert sein, so dass die Zielerreichung überprüfbar ist. Bei der Umsetzung ist auf eine gendersensible Gestaltung der Maßnahmen zu achten und Sie müssen aufzeigen, wie die verschiedenen Arbeitsansätze zur Erreichung der (gleichstellungspolitischen) Ziele des Projektes beitragen. Schlussendlich müssen Sie die Evaluation Ihres Projektes geschlechterdifferenziert darstellen.
Mit dem „Leitprinzip – Gender Mainstreaming in 4 Schritten“ haben Sie jedoch Unterstützung!